Monthly Archives: February 2015

Interkulturelle Kompetenz ist ein Zauberwort in der Managementliteratur. Als interkulturelle Coaches und Trainer folgen wir Modellen und halten uns auch über die Forschung auf dem Laufenden. Häufig fällt mir auf, dass oft Grundbegriffe nicht klar sind. Daher hier der Versuch einer Einführung (ausnahmsweise auf Deutsch).

Was ist eigentlich Kultur? – Kulturbegriffe und Forschung

Kultur ist ein grosses Wort und umfasst mehrere Konstrukte. Wir helfen uns daher in der Vermittlung interkultureller Kompetenz häufig mit Analogien wie dem Eisberg, der Zwiebel und der Sonnenbrille. Erläuterungen finden Sie bei Uehlinger (2012).

Alternativ stellen wir gerne Vergleiche aus dem Bereich Obst und Gemüse an, wie das Pfirsich- und Kokosnussmodell. (Schweizer wären hierbei tendenziell in der Sparte Kokosnuss einzuordnen mit einer harten Schale und weichem Kern, während Amerikaner eher in die Kategorie Pfirsich passen.)

Wissenschaftlich fundiert sind diese Vergleiche nicht, aber sie helfen „Anfängern“, sich die Herausforderungen im interkulturellen Kontext besser vorstellen zu können. Die wissenschaftliche Basis sind dagegen die Festlegung und Definition von Kulturstandards, d.h. Normen und Werten einer Kultur.

Definitionen von Kultur

“Culture is the software of the mind.” G. Hofstede

“Culture is the collective programming of the mind which distinguishes the members of one human group from another.” G. Hofstede

„Kultur ist ein dynamischer Prozess des Lösens menschlicher Probleme in den Gebieten: menschliche Beziehung, Zeit und Natur.“ A.F. Trompenaars

“Culture is the way in which a group of people solves problems and reconciles dilemmas.” E. Schein

“Kultur ist das komplexe Ganze, das Wissen, Überzeugungen, Kunst, Gesetze, Moral, Tradition & jede andere Fertigkeit & Gewohnheit einschließt, die Menschen als Mitglieder einer Gesellschaft erwerben.“ Edward B. Tylor

Klischees

Klischees können humorvoll gemeint und trotzdem verletzend wirken. Sie beginnen normalerweise mit pauschalen Aussagen wie:

  • „Die Deutschen haben keinen Humor.“
  • „Die Italiener lieben vor allem ihre Mutter.“
  • „Alle Amerikaner sind laut und oberflächlich.“
  • „Der Inder an sich kann nicht selbst kochen.“

Häufig spielen dabei persönliche Erfahrungen eine Rolle. Das Klischee mag zwar auf einen Grossteil der Menschen zutreffen, spiegelt aber häufiger eher eine subjektive Wahrnehmung des Sprechers, beeinflusst von seiner kulturellen Prägung, wider. Seien Sie daher vorsichtig mit Klischees. Wir nutzen sie häufiger bei der Suche nach gegenteiligen Beweisen oder um uns selbst aufzuziehen („Als Deutsche brauche ich eine Agenda und einen Zeitplan.“).

Vorurteile

Vorurteile sind immer negative Aussagen über Menschen anderer Kulturen. Häufiger werden Sie Vorurteile von Menschen hören, die wenig oder gar nichts über die Menschen der anderen Kultur wissen. In die Kategorie der Vorurteile gehören auch alle negativen Kommentare über die Essensgewohnheiten in anderen Ländern. (Beispiel: „Spaghettifresser, Knoblauchfresser“)

Landesspezifische Etikette

Häufig wird interkulturelle Kompetenz gleichgesetzt mit dem Wissen und Handeln nach landesspezifischen Etiketten. Aus unserer Sicht ist das aber erst der Anfang. Ausserdem können wir auch als interkulturelle Coaches durchaus in Fettnäpfchen treten.

Kulturstandards

Thomas, Kinast, Schroll-Machl (2005) legen in ihrer Arbeit Kulturstandards fest. Es handelt sich hierbei um landesspezifische Werte und Normen. Durch Kenntnis der Werte und Normen wird erwartet, dass sich das Verhalten der (normalerweise ausländischen) Expats mit der Zeit anpassen wird. Kulturstandards werden durch fünf Merkmale definiert.

  • Sie sind Arten des Wahrnehmens, Denkens, Wertens und Handelns.
  • Sie steuern eigenes und fremdes Verhalten.
  • Sie besitzen eine Regulationsfunktion für Situationsbewältigung und Umgang mit Personen.
  • Sie variieren innerhalb eines gewissen Toleranzbereiches bei Individuen und Gruppen.
  • Verhaltensweisen ausserhalb der Kulturstandards werden von sozialer Umwelt sanktioniert.

Kulturdimensionen

In Trainings arbeiten wir (und moderne Tools auch) häufig mit den vergleichenden Modellen der Kulturdimensionen.

  • nach Hofstede
  • nach F. Trompenaars / C. Hampden-Turner
  • nach E.T. Hall

Was spricht für die Arbeit mit Kulturdimensionen?

  • Sie dienen als Strukturierungsmöglichkeit.
  • Sie sind einfach zu merken, Teilnehmer können auf einer Metaebene über das Thema sprechen.
  • Tendenzen können zum ersten Mal sichtbar werden..
  • Sie sind eine Chance, um Erfahrungen zu reflektieren.
  • Sie sind hilfreich für abstrakte und deduktive Teilnehmer (z.B. deutsche Akademiker)

Was spricht gegen die Arbeit mit Kulturdimensionen?

  • Sie verstärken Stereotypen.
  • Bei wenig erfahrenen Nutzern können sie eine Abwehrhaltung in Bezug auf die eigene Kultur hervorrufen.
  • Die praktische Anwendung fehlt.
  • Sie werden bei der Suche nach gegenteiligen Beweisen genutzt (subjektive Erfahrung entspricht nicht der Dimension)
  • Sie sind durch eine westliche Sichtweise und mangelnde Integration von Herz und Körper geprägt.

Wenn Sie gerne mehr dazu erfahren möchten, lassen Sie es mich wissen.

A. Weinberger

It’s Valentine’s Day soon. Considered to give your loved one a special gift?

Help them find a job they love with HireMe!

HireMe! is our career programme for international hires, expats and expat spouses.

Signs that you are in need of HireMe!

  • Have you been looking for a job in Switzerland and not been very successful so far?
  • Do you feel you are wasting your energy doing the wrong things for too long?
  • Are you qualified with a degree but lack significant experience in the field you are aiming at?
  • Are you shy and have a hard time with networking?
  • Are you spending too much time at home?

–>> DOWNLOAD the VOUCHER HERE! (ONLY VALID FOR FIRST SESSION OF 50 MINUTES).

GPT HIREME! VOUCHER 2015

Ad-Design-preview

 

 

 

I did not really go into rehab but I guess I was close to a mental overload that showed in the following ways: I would go to the kitchen, start making pasta for dinner, go to my laptop…30 Minutes later someone nearly calls the fire brigade and I’m eating overcooked pasta.

Then in a time where work really picked up in my business and I had to follow a tough plan in order to manage all my work snow fell early November.

I still needed winter tyres. You have to understand that this is an obligation in Switzerland not a choice. If you are caught with summer tyres when the snow is already on the road the police can fine you. So in my lunch break on a day where my hubby stayed at home feeling unwell I’m trying to juggle housework and my other commitments. Then I remember the winter tyres and instead of checking the Internet via laptop I get frustrated trying to make an appointment over my i-phone.

I could not find the phone number. Then smack. An act of aggression. I smashed my phone on the floor. Been there?

The touch screen did not work any more.

“I am ruined. My life is over.” (Big red drama queen alert)

Lesson learnt: The touch screen is as sensitive as a human.

I noticed how much I depend on my phone within the next 24 hours. I had to buy an alarm clock. I did not have access to my bank accounts anymore. I did not know how I should find a new venue. I was looking out of the window. I read the newspaper.

Not being reachable had a few bonus points though. I got through with my plans and had a very productive day. I did not constantly check my phone. I did not read Twitter and Facebook. I opened Skype only for calls. I reviewed a lot of documents that urgently needed a review. I worked on my website. I watched a girl hugging a big teddy bear outside a pharmacy and she made me smile.

I listened in to people’s conversations. I felt calmer and less stressed. I did not feel that I had to read all my emails. I did not accept meetings changes other than cancellations. My assistant handled all official calls. I noticed that I can rely on her. I asked that she should set up meetings in person rather than making me call people. I expected people to accept that I am not available all the time.

I felt a little disconnected  with the buzz but a lot more connected with my heart.

I laughed and smiled more. I found a phone shop without navigation. I tried to remember my diary instead of checking everything twice. I accepted that I might run late and will not be able to tell anyone. I worked a whole week without phone. I don’t have a landline so I was getting worried about emergencies. It was ok but on Saturday I bought a new phone and a cover to protect it.

These days I remind myself to take breaks and to use a few analogue ways of communication such as a paper notebook. I helps me keep an overview about my projects and accomplishments. I delete apps such as Facebook on occasion so that I do not use every “free” minute to check what’s going on. I allow slow response times and we stopped having electronic devices in the bedroom, since we have an old-fashioned alarm clock now. Sleep has improved.